Ein EU-Sozialplan ist ein Sozialplan, der im Rahmen von europäischen Unternehmensrestrukturierungen und Standortverlagerungen erstellt wird. Er regelt die finanziellen und sozialen Ausgleichsmaßnahmen für Arbeitnehmer, die von betriebsbedingten Kündigungen oder Standortschließungen betroffen sind. Der EU-Sozialplan wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern verhandelt und dient der Sicherung von Arbeitsplätzen und Abfindungen. Er ist ein zentrales Instrument des europäischen Arbeitsrechts bei grenzüberschreitenden Unternehmensumstrukturierungen.

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Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Viele Unternehmen organisieren sich europäisch, gründen SE-Strukturen und führen länderübergreifende Restrukturierungsprogramme durch. Während diese Transformationen betriebswirtschaftlich oft sinnvoll erscheinen, geraten Arbeitnehmer schnell in komplexe juristische Szenarien: Kündigungen im Rahmen einer europäischen Restrukturierung, sogenannte „EC-Sozialpläne“, „Balance of Interest“-Dokumente oder Abfindungsmodelle, die aus Brüssel, Madrid oder Dublin stammen sollen. Was auf den…